3,5 Tonnen Hoffnung für die Musikschulkinder von Charkiw
Lwiw & Charkiw, Ukraine, Januar 2026
Heute durfte ich dabei helfen, 3,5 Tonnen Musikinstrumente für die Musikschulkinder von Charkiw auszuladen. Eben waren sie noch in unserem Lager, wo Vlad half, sie in den Laster einzuladen. Dann ging es weiter zur Grenze, wo mich Anatolii erwartete. Er spricht sehr gut Polnisch und hilft immer dabei, allfällige Probleme an der Grenze zu lösen. Da der Grenzübertritt am 31. stattfand, ging alles sehr schnell – alle wollten möglichst bald zu ihren Familien nach Hause.
Danach folgte ein Zwischenhalt im Musiklyzeum in Lwiw, wo ich auch übernachten durfte. Ein Bild zeigt mich mit der Harfe, die ich dem Lyzeum überreichen durfte – ein anderes das traurige Bild der gefallenen Musiker.
Die Fahrt führte über Kyjiw nach Charkiw, durch verschneite Landschaften. Ein atemberaubend schöner Sonnenaufgang.
In Charkiw dann die Bescherung. Viele Lehrpersonen waren gekommen und wollten sehen, was ich alles mitbringen durfte. Ich sah die Freude in ihren Augen. Gleichzeitig gab es Beschuss ganz in der Nähe der Musikuniversität, und die Schule öffnete sofort ihren Luftschutzkeller für die Menschen auf der Strasse. Ich sah die Explosionen vom Laster aus auf dem Weg zur Universität. Ein Wohnhaus. Ich kann nicht sagen, was grösser ist: die Traurigkeit oder die Wut über all die Putins und Trumps.
Das Video wurde kurz nach dem Beschuss von der Militärbehörde veröffentlicht (siehe Facebook).
Meine Freunde in Charkiw – fast alles Musikerinnen und Musiker – bleiben in der Stadt. Im grossen Luftschutzkeller der Musikuniversität richten sie nun einen Konzertsaal ein. Sie werden für die Kinder von Charkiw spielen.
Morgen früh fahre ich wieder zurück nach Kyjiw und über Lwiw in die Schweiz. Ich danke allen, die diese Instrumentenaktion möglich gemacht haben. Sie ist von unschätzbarem Wert.













